Kurze Geschichte

Kleiner geschichtlicher Überblick

Czernowitz war die östlichste deutschsprachige Enklave der K.K. Habsburger-Monarchie. Das kleine Städtchen in der Bukowina war seit jeher ein "melting pot" ethnischer, linguistischer und religiöser Minderheiten, die jedoch ein friedfertiges Miteinander vorlebten. Die Architektur orientierte sich um 1890 an den modernen "Gründerzeit"-Bauten, der Lebensstil an den modernen, eleganten Städten wie Wien oder Budapest mit ihren Kaffeehäusern und Boulevards. Das "babylonische Sprachengewirr" - bis zum ersten Weltkrieg vornehmlich Rumänisch, Deutsch, Ruthenisch und Jiddisch, danach Russisch und heute Ukrainisch - führte zu einem einzigartigen Phänomen: wohl keine entlegene Provinzstadt brachte soviele Dichter und Schriftsteller hervor wie Czernowitz. Zu den berühmtesten zählen Paul Celan und Rose Ausländer (aber auch ein Gregor von Rezzori stammte aus Czernowitz).


Café Habsburg, ca. 1910

Das Fischer'sche Kinderspital 1910

1908 begann der Bau des Kinderspitals, das der reiche und philanthrope Czernowitzer Dr. Hermann Fischer zum 60-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz-Josephs mit 500.000 Kronen finanzierte. In Erinnerung an seine Eltern, Moses und Chana Sara Fischer, erhielt es den Namen. Heute, im selben, 1908 errichteten Gebäude untergebracht, läuft es unter "Kinderspital No.1 Czernowitz". Der Briefkopf enthält aber immer noch den Originalnamen in deutscher Schrift, zwischen zyrillischen Lettern.
Artikel über die Hilfsaktion zum Nachlesen: Apotheker-Zeitung Sept. 03 und Mai 04

Wer mehr über Czernowitz wissen möchte, sollte den Artikel
"Czernowitz gestern und heute" lesen.
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Czernowitz in Bildern von gestern und heute